Welpe als Busfahrer

Assistenzhund im Fernbus

Welpe als Busfahrer :: Welpe mit Schleifchen in den Haaren sitzt auf dem Fahrersitz eines Busses, die Vorderpfoten auf dem Lenkrad. Foto via Creative Commons von https://www.flickr.com/photos/fanz/6113212601/in/photostream/. Vielen Dank an Francois de Halleux fĂŒr die Bereitstellung via 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0) Lizenz.

Ein weiterer Schritt fĂŒr die Gleichstellung von BlindenfĂŒhrhund und Assistenzhund wurde getan!
Am 29. August 2017 veröffentlichte das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur das Handbuch „Barrierefreiheit in Fernbussen“.

Darin informiert es ĂŒber die gesetzlichen Regelungen zum Thema Barrierefreiheit und gibt darĂŒber hinaus Anregungen zur Umsetzung der Vorgaben. Der Fernbuslinienverkehr in Deutschland soll grundsĂ€tzlich barrierefrei werden, um allen Menschen die gleichen Möglichkeiten fĂŒr MobilitĂ€t und Teilhabe zu eröffnen.

FĂŒr immer mehr Menschen mit EinschrĂ€nkungen in Deutschland bedeutet „Barrierefreiheit“ auch, ihren Assistenzhund ĂŒberall hin mitnehmen zu können, sei es nun ein BlindenfĂŒhrhund, ein Signalhund oder ein Servicehund. Denn der Assistenzhund steht seinem Menschen in den unterschiedlichsten Situationen bei, seine Hilfe ermöglicht mehr Selbstbestimmtheit und EigenstĂ€ndigkeit, auch unterwegs oder auf Reisen. Außerdem können die Hunde ihren Besitzern Sicherheit und das Selbstvertrauen schenken, das es braucht, um eine Reise anzutreten oder sich unbekannten Situationen zu stellen.
Laut der gesetzlichen Vorgabe muss im Bus bei mindestens einem der vorgeschriebenen SitzplĂ€tze fĂŒr Menschen mit eingeschrĂ€nkter MobilitĂ€t ein Platz fĂŒr einen BlindenfĂŒhrhund vorhanden sein. Im Handbuch wird nun die entscheidende ErgĂ€nzung vorgenommen: Diese Regelung gilt auch fĂŒr Begleithunde! Schon beim Buchen sollte die reisende Person angeben, dass sie die Fahrt in Begleitung ihres Assistenzhundes antreten möchte. So kann gewĂ€hrleistet werden, dass fĂŒr den Begleithund genĂŒgend Platz zur VerfĂŒgung gestellt wird. Mehrfach wird noch darauf hingewiesen, dass die Bestimmungen im Handbuch fĂŒr BlindenfĂŒhrhunde auch fĂŒr Begleithunde (d.h. Assistenzhunde) gelten sollen.
Die Informationen zum Thema BlindenfĂŒhrhund und Begleithund finden Sie auf auf den Seiten 25 und 26, sowie auf den Seiten 60 und 74 des neu veröffentlichten Handbuchs.
Wir hoffen, dass, besser frĂŒher als spĂ€ter, in anderen Bereichen, wie zum Beispiel im Einzelhandel oder in der Gastronomie, Ă€hnliche BeschlĂŒsse getroffen werden, um Menschen mit Assistenzhunden mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Bis dahin können wir Ihnen schon einmal eine gute Reise wĂŒnschen!

Ein Beitrag von Svenja Liedtke, die uns fĂŒr 8 Wochen als Praktikantin begleitet hat.

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