EU-Norm CEN/TC 452 Kreislauf

EU-Norm Assistenzhund

Arbeitsraum CEN-Norm :: Das Bild zeigt in einem fensterlosen Büroraum eine Leinwand mit Projektion, davor Tische in Hufeisenform, sowie einige Teilnehmer, die intensiv in ihre Laptops blicken.
Auf der Leinwand wird per Liste erklärt, was ein Standard ist.
1 - Eine akzeptierte, wiederholbare Art, etwas zu tun.
2 - Ein veröffentlichtes Dokument, dass die technischen Spezifikationen oder andere genauen Kriterien enthält, das man zuverlässig als Regel, Anleitung oder Definition nutzen kann.
3 - Standards sind Dokumente, die als Referenzen  für fast jeden Sachverhalt dienen können, denen die Parteien zugestimmt haben.

Zagreb, 2019 – Zum fünften Mal hat Pfotenpiloten an den Arbeitstagungen zum CEN-Standard “Assistenzhund” teilgenommen. Es sind jedesmal sehr zeitaufwändige und anstrengende Prozesse. Zusammen mit Delegierten aus fast allen europäischen Ländern werden hier in einem strikten Konsens-Prozess Standards rund um das Thema Assistenzhundteam erarbeitet.

Fragen zur Terminologie, Tierwohl, Anforderungen an Grundlagen, Ausbildung und Evaluierung von Hund und Halter, sowie notwendige berufliche Qualifikationen von Ausbildern werden leidenschaftlich diskutiert. Auch Zutrittsrechte werden hier definiert, damit der gemeinsame europäische Standard eine verbesserte und einheitlichere Gesetzgebung in Europe unterstützen kann, die AssistenzhundhalterInnen das barrierefreie Reisen erleichtert.

EU-Norm CEN/TC 452 Kreislauf :: Der Standardisierungsprozess für eine EU-Norm ist durch eine kreisförmig angeordnete Kette dargestellt. Die einzelnen Glieder der Kette sind auf Englisch als die folgenden Phasen identifiziert: 1- Ideas, 2 - Stakeholders proposal, 3 - Collection of Information, 4 - Drafting the European Standard (hier zeigt ein gelber Pfeil, dass wir gerade auf das Ende dieser Phase zuarbeiten), 5 - Public consultation, 6 - Formal approval, 7 - Publication. Das letzte Element steht für

Die Treffen finden zweimal im Jahr für jeweils eine Woche statt. Teil nehmen ausbildende Organisationen, AssistenzhundhalterInnen und Selbsthilfe, Regierungsvertreter und auch Pfotenpiloten. Es wird allerdings noch einige Jahre dauern, bevor der Standard veröffentlicht wird. Der gelbe Pfeil in der Illustration zeigt den gegenwärtigen Status des Projekts. Ziel ist, den Prozess bis Ende 2022 abzuschließen.

Seit Beginn des Prozesses Anfang 2017 wurden in sechs Arbeitsgruppen über dreihundert Dokumente erzeugt und revidiert. Konsens ist aufwändig, ist aber die Grundlage für gemeinsame Standards, mit denen jeder leben kann – Ausbildungsstätten und Selbstausbilder, AssistenzhundhalterInnen und Assistenzhunde, Öffentlichkeit und Förderer.