Assistenzhunde (auch Behindertenbegleithund, Rehabilitationshund oder Reha-Hund genannt) werden gezielt ausgebildet, um einen Menschen mit chronischer Beeinträchtigung dauerhaft zu unterstützen.
Sie sind speziell dafür ausgebildet, hierbei auch selbstständig zu agieren. Im lebenslangen Team mit ihrem Menschen ermöglichen sie ein mobileres und unabhängigeres Leben. Das unterscheidet sie von Therapiehunden, die angeleitet werden.

Assistenzhunde sind für ihre Menschen wertvolle Helfer auf vier Pfoten. Nur gesunde, sehr ausgeglichene und zuverlässige Hunde meistern die anspruchsvolle Ausbildung. Darum sind von Assistenzhunden keine Probleme zu erwarten. Als „tierische Assistenz“ bzw. „Hilfsmittel“ sollten sie Zugang zu allen öffentlichen Bereichen haben, auch da, wo Haustiere sonst nicht zugelassen sind.

So helfen Assistenzhunde

  • Blindenführhundteams sind in Deutschland allgemein bekannt.
    Weniger Menschen wissen, dass Assistenzhunde bei einer Vielzahl von Einschränkungen helfen können.
    Assistenzhunde helfen auf dreifache Weise:
    –  Durch praktische Hilfeleistungen,
    –  durch Signalisieren von Anfällen oder Gefahren,
    –  durch therapeutische Begleitung.
    In der Praxis sind die Grenzen zwischen diesen Assistenzbereichen natürlich fließend.

  • Pfotenpiloten-Hunde werden immer gezielt für die Bedürfnisse des Klienten ausgesucht und ausgebildet.
    Am Anfang stehen lange Gespräche, ein Hausbesuch, ein praktisches Seminar, und ein schriftlicher Ausbildungsplan.
    Das stellt sicher, dass der Hund gezielt für die Bedürfnisse des zukünftigen Halters ausgewählt und ausgebildet wird. Auch nach der Einweisung entwickelt sich das Gespann aus Mensch und Hund stetig weiter. Die Möglichkeiten, die daraus erwachsen, sind fast unbegrenzt.

  Praktische Hilfe


Auf vielfältige Weise gleichen Assistenzhunde körperliche und Sinneseinschränkungen aus.


  Anfälle anzeigen


Assistenzhunde können vor Gesundheitskrisen warnen und während einem Anfall schützen und beruhigen.
Manche Hunde können einen Anfall sogar voraussehen.


  Heilende Freunde


Hunde schenken Nähe und Wärme. Sie sind vierbeinige Rund-Um-Therapie, die Einsamkeit vertreibt und uns glücklicher macht.

Ich fand heraus, dass einem in tiefem Kummer von der stillen hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.
Doris Day

Assistenzhunde helfen beim Start in ein mobileres, unabhängigeres und gesünderes Leben. Sie sparen Pflegekosten, entlasten die Famile, und oft verhindert der Hund sogar Gesundheitskrisen und Notaufnahmen! Zahlreiche Studien belegen die gesundheitlichen, sozialen, psychischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Vorteile von Assistenzhundteams.

Sie schenken Menschen mit Handicap ein besseres, unabhängigeres Leben. Sie helfen im Alltag, geben Sicherheit, schenken Freundschaft und Wärme. Einsamkeit verfliegt, das Leben wird aktiver. Körper und Seele profitieren davon. Assistenzhunde schenken aber nicht nur den Betroffenen neuen Zugang zum Leben. Auch für Hunde gibt es nichts Größeres, als von “ihrem” Menschen gebraucht zu werden.

Unsere vierbeinigen Freunde schlagen Brücken zwischen Behinderten und Nichtbehinderten und fördern Kontakte und Kommunikation. Assistenzhund-Gespanne faszinieren: In ihnen verkörpert sich der Wille, Einschränkungen zu überwinden. Der Mut und Lebenswille, der sich in ihnen manifestiert, lädt zu Perspektivenwechsel ein.

Bitte teilen!